Kusel: Haus Sauvage vor Kreisrechtsausschuss – Widerspruch abgelehnt – Eigentümerin Gaby Fischer nicht einverstanden

Unabhängig vom Bürgerbegehren läuft derzeit auch ein juristisches Verfahren rund um das Haus Sauvage. Der Kreisrechtsausschuss bei der Kreisverwaltung sieht allerdings keine juristischen Fehler bei der Ausübung des Vorkaufsrechts. Im Anschluss an die mündliche Erörterung mit den beteiligten Parteien, erklärte die Ausschussvorsitzende Miriam Sommer, es seien keine Rechtsfehler erkennbar. Dies wurde auch der bisherigen Hauseigentümerin Gaby Fischer so mitgeteilt. Die schriftliche Begründung erhalte sie noch, erklärte Fischer im Gespräch mit KUSEL.TV. Aber für sie sei klar, dass sie dies nicht akzeptiere und die Angelegenheit notfalls auch vor das Verwaltungsgericht bringen werde. Ein gut erhaltenes und im Saninierungsprozess befindliches Haus abzureißen, um den Blick auf einen Treppenaufgang freizugeben, sei eine geradezu irrsinnge Begründung seitens der Stadt, so Fischer.
Der seit Monaten schwelende Streit um das Gebäude in der Kuseler Fußgängerzone, für das die Stadt ein Vorkaufsrecht geltend macht, um es abzureißen und dort eine Freifläche zu gestalten, mündete jüngst in einem Bürgerbegehren, für das die Bürgerinitiative „Du bist Kusel“ – wie gestern berichtet – über 600 Unterschriften gesammelt hat – genug für einen Bürgerentscheid, um den Stadtratsbeschluss gegebenenfalls aufzuheben.
Dieser Bürgerentscheid könnte am 11. Juni stattfinden, dem Tag, an dem auch die Kuseler Bürger zur Wahlurne gerufen werden, um über den Verbandsgemeinderat und den Bürgermeister für die neue Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan sowie einen Landrat bzw. Landrätin für den Kreis Kusel zu entscheiden.

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